Könnt ihr euch noch auf meinen Post über Angel Ende November erinnern? Da habe ich euch erzählt, dass ich auf ein „Österreichisches Zuckerl“ gestoßen bin. Heute ist es soweit: Mein heutiger Sidekick widmet sich dem Kipferl – einem österreichischen Lokal in London.

Ich schlenderte ein wenig abseits der Islington High Street und befand mich in einem kleinen, mit zahlreichen Cafés und Vintageläden gesäumten, Gässchen: Der Camden Passage. Und hier stach mir ein vertrautes österreichisches Wort, geschrieben auf einer großen Fensterscheibe, ins Auge: K-I-P-F-E-R-L
Ein Stück österreichische Kulinarik in London: Nichts wie rein in dieses Lokal!

Bei meinem ersten Besuch brachte ich, da es sich um einen glücklichen Zufall des Findens handelte, zu wenig Zeit mit um mich ausgiebig dem Speisenangebot zu widmen. Zusätzlich, nach einem Blick auf das umfangreiche Angebot österreichischer Spezialitäten, wurde mir klar: Ich brauche Verstärkung um mehr kosten zu können.

So blieb es bei einer ausgezeichneten Heißen Schokolade – natürlich mit viel Schlag – und einem netten Kennenlernen des österreichischen und britischen Teams. Und: Einer Tischreservierung für 3 Personen 2 Tage darauf.

Das haben wir verkostet:

Gestartet haben wir mit einer Gulaschsuppe, welche ausgezeichnet von Schärfe und Würzung war. Den Anfang bildete also ein Gericht, welches eigentlich ungarisch ist; aber das war auch der Auftakt eines Landsmannes, meinem Freund, welcher somit der strengste Richter war.

Meine Freundin Maja ernährt sich großteils vegetarisch, und bestellte Spinatknödel. Diese werden mit Bergkäse und Salat serviert. Die Portion war äußerst großzügig; geschmeckt hat sie obendrein.

Ich blieb dem Süßen treu und bestellte einen Kaiserschmarren, welchen ich wahrlich vor meinen Freund verteidigen musste, da er – es war seine erste Verkostung dieses Gerichts –  nach einmal probieren schon auf den Geschmack dieser österreichischen Spezialität kam. Mir kam diese Mehlspeise im Kipferl auch ausgesprochen locker und flaumig vor.
Zusätzlich muss ich die ausgezeichnete Qualität der Melange hervorheben.

Gott sei Dank bestellte sich mein Freund auch selbst eine Hauptspeise – ein kleines Wiener Schnitzel - und so blieb mir doch noch ein wenig was von meiner. Das Schnitzel war ein Kalbfleisch und wird mit Petersilienkartoffeln und Preiselbeeren bzw. Ketchup angerichtet.

Der Wohlfühlfaktor im Kipferl ist auch von der Einrichtung her gegeben. „Richtig gemütlich!“, würde der Österreicher sagen. Auch das Angebot österreichischer Produkte, welche  von Mannerschnitten bis Kernöl reichen, rundet das authentische Bild ab.

Das Kipferl gibt es übrigens 2x in London. Die 2. Filiale, ein wenig mehr im Heurigenstil gehalten, befindet sich in Ladbroke Grove.

Hier geht es zur Homepage vom Kipferl:
http://www.kipferl.co.uk/

 

 

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